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So wirkt die Deutsche SchülerAkademie

Die Deutsche SchülerAkademie bringt unterschiedlichste Talente und Persönlichkeiten zusammen und schafft einen optimalen Rahmen für die Entwicklung junger Menschen. Befragt man Teilnehmende zu ihren Erfahrungen, hört man von einem einzigartigen Akademiegefühl, dem Raumschiff oder einer Explosion an Kreativität. Doch wie wirkt das Konzept der SchülerAkademie? Zwei wissenschaftliche Untersuchungen haben sich dieser Frage angenommen.

Imagebroschüre

Alle wichtigen Informationen zur Deutschen SchülerAkademie finden Sie in unserer Imagebroschüre.


DSA-Imagebroschuere
Deutsche SchülerAkademie
Akademien als Chancengeber (5,4 MB)

Informationen

Hier können Sie die Flyer unserer verschiedenen Projekte sowie des Clubs der Ehemaligen herunterladen.

Deutsche SchülerAkademie

Club der Ehemaligen e.V.

Jens Beljan: Schule als Resonanzraum und Entfremdungszone. Eine neue Perspektive auf Bildung

Wer will, dass Bildung gelingt, muss Entfremdungszonen in der Schule verringern und die Resonanzachsen zum »Klingen« bringen, so lautet das Credo Beljans Untersuchung. Auf den Spuren von Hartmut Rosa, der das Resonanzkonzept unter anderem anhand seiner Erfahrungen als langjähriger Akademieleiter entwickelt hat, untersucht der Autor resonanzpädagogische Phänomene, wie sie sich zwischen Lehrenden, Lernenden und dem Unterrichtsstoff, aber auch im Lehrerkolleg sowie im Verhältnis zu den Räumen, den Familien, den Schulfreundschaften und zur Zeit vollziehen. Dabei erkundet er die Ursprünge resonanzpädagogischer Gedanken in der Moderne, spürt den Ursachen für Entfremdung nach und zeigt Wege auf, wie schulische Resonanzräume erschlossen werden können.
Auf der Suche nach gelingenden Formen des Lernens und Lehrens wurde Bejan, wie er schreibt, nicht nur von theoretischem Interesse geleitet, sondern begab sich im Rahmen seiner Studie auf die Suche nach einer Resonanzoase in der deutschen Bildungslandschaft. Fündig wurde er im Konzept der Deutschen SchülerAkademie und fühlte sich durch seine teilnehmende Beobachtung tief berührt und berichtet von einer Bildungserfahrung, die für ihn noch lange nachhallen wird (S. 392).

Beljan, J. (2017). Schule als Resonanzraum und Entfremdungszone. Eine neue Perspektive auf Bildung. Weinheim: Beltz Juventa.

Christiane Grosch: Langfristige Wirkungen der Begabtenförderung

Leistungs- und Persönlichkeitsentwicklung sind Ziele der Förderung begabter junger Menschen. Im Buch werden Grundlagen, Bedingungen und Reichweite der Wirkungen der Deutschen SchülerAkademie unter differentieller, entwicklungs- und begabungspsychologischer Perspektive reflektiert.
Bei der Untersuchung handelt es sich um eine Evaluationsstudie zu den langfristigen Wirkungen der Teilnahme an der Deutschen SchülerAkademie. Um die Wirkungen zu untersuchen, wurden im Rahmen eines retrospektiven Kontrollgruppendesigns ehemalige Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit abgelehnten Bewerberinnen und Bewerbern 10 bis 12 Jahre nach der Teilnahme bzw. Bewerbung verglichen. Christiane Grosch führte Befragungen zur Wahrnehmung des Kurses, ihrem akademischen und beruflichen Werdegang, sozialen Beziehungen und Engagement sowie Persönlichkeitsmerkmalen durch. Es nahmen insgesamt 790 Personen im Alter zwischen 26 und 33 Jahren Teil.
Christiane Grosch kommt zu dem Ergebnis, dass die DSA ihrem Anspruch als Enrichmentmaßnahme gerecht wird. Das Programm ist intellektuell herausfordernder als die Schule und ermöglicht Begegnungen mit Gleichgesinnten. Im Studium empfinden die Befragten zwar eine ähnlich herausfordernde Erfahrung, vermissen jedoch die Begegnung mit Gleichgesinnten.
Neben vielen weiteren wichtigen Erkenntnissen soll an dieser Stelle Folgendes festgehalten werden:

  • Die DSA wird insgesamt ihrem Anspruch als Enrichmentmaßnahme gerecht.
  • Sie wird intellektuell als herausfordernder als die Schule erfahren und ermöglicht stärker die Begegnung mit Gleichgesinnten.
  • Das Interesse an Wissenschaft wird in der DSA deutlicher als in der Schule angeregt.
  • Deutliche langfristige Wirkungen bestehen in sozialer Hinsicht: Mehr als die Hälfte der befragten Teilnehmenden halten auch nach 10 Jahren noch Kontakt zu anderen Teilnehmenden.
  • Soziale Fertigkeiten werden nach Einschätzung der Teilnehmenden deutlicher als in der Schule oder anderen Sommerkursen gefördert.
  • Rund 40 Prozent der Befragten messen der Teilnahme Bedeutung in ihrem Lebenslauf zu.
  • Grosch, C. (2011). Langfristige Wirkungen der Begabtenförderung. Münster: lit-Verlag.